Erst Gesundheit. Dann Kalorien.
Es gibt Lebensphasen, in denen Kalorienzählen und Gewicht einfach nicht das Wichtigste sind. Phasen, in denen der Körper zuerst etwas anderes braucht: Ruhe, Heilung und eine Ernährung, die ihn unterstützt statt stresst.
Wenn es dir in deinem eigenen Körper nicht gut geht – Blähbauch, Blähungen, ständige Erkältungen, Hormonchaos, Reflux – dann empfehle ich dir, dich zuerst mit den Basics auseinanderzusetzen, anstatt wieder mit der 100. Diät anzufangen, um deinen Traumkörper zu erreichen. Denn eins ist klar: Wenn du solche Symptome hast, läuft etwas schief. Auch wenn sich das gerade schwer anfühlt – es lässt sich aber lösen! Ich finde es toll, dass du dich mit diesem Thema beschäftigst, und danke dir, dass du gerade hier bist und diesen Blogbeitrag liest.
Ich gebe dir ein Beispiel: Jahrelang dachte ich, dass Xylit und Erythrit gesund sind. Durch meine Mikrobiomärztin wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass beide leider schlecht für die Darmgesundheit sind. Mittlerweile kenne ich eine Alternative, die darm-, blutzucker- und leberfreundlich ist – denn Datteln, Honig und herkömmliche Süßstoffe sind es leider nicht. Mit genau dieser Alternative kochen wir in meinen Kochkursen. Du wirst dort Zutaten kennenlernen, die du vielleicht noch nicht kanntest: u.a. neue Gemüsesorten oder deren Zubereitung – und die deinem Körper wirklich guttun.
Ich bin zum Beispiel jemand, der im Stresszustand zum Essen greift. Auch das ist etwas, das ich auf meinem Weg erkannt habe. Die Lösung war nicht, die neuesten Diäten auszuprobieren und mich mit Kalorienzählen zu stressen – sondern zu verstehen, warum ich das tue und wie ich damit umgehen kann. Dabei hat mir eine wunderbare Ernährungspsychologin geholfen: Ich habe gelernt, aufzuhören wenn ich satt bin und mit einer Stresssituation anders umzugehen.
Das Ergebnis? Meine Verdauung passt endlich. Mein Lymphsystem und meine Hormone haben sich stabilisiert. Ich fühle mich wohl in meinem Körper.
Und noch etwas, das viele unterschätzen: Unser Darm ist ein komplexes Ökosystem. Bestimmte Bakterien – oder ihr Fehlen – beeinflussen unsere Verdauung, unser Immunsystem und unser Wohlbefinden direkt. Bakterien wie Helicobacter pylori oder Hefepilze wie Candida können sich bei einem hohen Zuckerkonsum leichter ausbreiten und verschiedene Beschwerden begünstigen. Ein Grund mehr, genau hinzuschauen, was wir täglich essen.
Wir stressen uns viel zu sehr. Wegen Zahlen, Defiziten, der Waage. Dabei sind die wichtigsten Fragen ganz andere: Wie fühle ich mich? Und fördern die Dinge, die ich esse, Entzündungen in meinem Körper – oder hemmen sie diese?
Ich schicke euch eine große, virtuelle Umarmung. 🫶
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